Pleuraerguss bzw. Aszites können mit dem ASEPT® System ambulant therapiert werden. Ein getunnelter Dauerdrainage-Katheter wird in den Pleuraspalt (Pleuraerguss) oder in die Peritonealhöhle (Aszites) implantiert. Nach diesem Eingriff kann der Patient wieder in seine gewohnte, häusliche Umgebung. Die Drainage erfolgt dort alle 1 bis 2 Tage nach ärztlicher Vorgabe.
Die Vorteile eine Therapie mittels Dauerdrainage sind:
Leitsymptome, z. B. Dyspnoe, verbessern sich bereits während der Drainage. Eine Spontan-Pleurodese stellt sich bei 59 % der Patienten innerhalb eines Monats ein.* Im Vergleich zu anderen Therapieformen, z. B. der chemischen Pleurodese, ist die Drainage durch das ASEPT® System sehr schmerzarm.
Die Drainage kann der Patient selbst, seine Angehörigen oder ein Pflegedienst durchführen. Dazu werden sie durch examinierte pfm medical-Pflegekräfte geschult. Drainage-Flaschen werden direkt an den Patienten versendet.
Der Katheter wird mittels Seldinger-Technik in den Pleura bzw. Peritonealraum implantiert – das Verletzungsrisiko für innere Organe wird minimiert. Der Eingriff unter Lokalanästhesie kann stationär oder ambulant erfolgen.
Die Therapie weist eine niedrige Infektionsrate auf. Zum einen besteht dank der getunnelten Anlage des Katheters eine effektive Infektionsbarriere. Zum anderen verhindern die unter negativem Druck stehenden Drainage-Flaschen ein Eindringen kontaminierter Flüssigkeiten in den Ergussraum.
* Warren et al., European Journal of Cardio-thoracic Surgery 33 (2008) 89-94